Psychotherapie
In Österreich (auch) als Integrative Gestalttherapie anerkannt, ist die Integrative Therapie eine Behandlungsform, die den gesamten Menschen in seiner Körperlichkeit, Emotionalität und seinem Denken erfasst. Mitberücksichtigt wird auch der soziale (Familie, Schicht) und ökologische (Stadt, Land, ...) Kontext, in dem der Mensch eingebettet ist.

Die Vertreter dieser therapeutischen Richtung sind der Auffassung, einen Menschen könne man nur verstehen, wenn man seine Lebensgeschichte, die gegenwärtige Situation, als auch seine Zukunftswünsche und -erwartungen kennt.

Die Persönlichkeit wird bestimmt durch die gesamten positiven, negativen, als auch defizitären Erfahrungen, die der Mensch im Laufe seines Lebens macht und entsprechend beeinflussen sie Gesundheit und Krankheit. Krankmachende als auch gesundheitsfördernde Faktoren können somit in jedem Lebensalter wirksam werden. Demnach gilt die Suche nicht nur dem, was belastet, um es zu verändern, sondern auch das zu sehen und zu fördern, was der Person Kraft, Halt gibt, sie stärkt. Auf der Basis von Respekt und Wertschätzung gegenüber den KlientInnen wird versucht, mit diesen zu einer gemeinsamen Einschätzung der gegenwärtigen Situation zu gelangen und Einigkeit über Ziele und Inhalte der Therapie zu erreichen. Über das Gespräch mit dem Therapeuten und dem möglichen Einsatz kreativer Medien (Malen, Zeichnen von Bildern, Rollenspiel, Schreiben von Briefen, Gedichten, Herstellen von Gebilden aus Ton, ...) wird es den KlientInnen ermöglicht, sich auszudrücken, mitzuteilen, ihre Bedürfnisse, Wünsche, Gefühle wahr zu nehmen und Lösungs- bzw. Veränderungsmöglichkeiten zu erarbeiten und anschließend in konkretem Verhalten zu erproben.

In der Kindertherapie ist der sprachliche Anteil klarerweise geringer als in der Therapie von Erwachsenen. (Kleine) Kinder drücken sich, ihre Probleme, Anliegen vor allem über das Spiel (beispielsweise im Rollenspiel mit Kasperlpuppen) aus. Der Therapeut spielt mit, gibt Sicherheit und Halt, schafft Vertrauen und hilft, Veränderungsmöglichkeiten zu finden, damit die anstehenden Lebensaufgaben besser bewältigt werden können.
Die Arbeit mit Kindern kann meistens nur gelingen, wenn Eltern und andere wichtige Bezugspersonen des Kindes miteinbezogen werden können.

In der Erziehungsberatung geht es darum, Eltern bei verschiedenartigen Problemen mit ihren Kindern zu unterstützen, beizustehen. Auch hier ist es ein gemeinsames Beraten, Suchen nach neuen Möglichkeiten, Lösungen und Wegen aus schwierigen oder krisenhaften Situationen.